Woher kommt die Konkurrenz unter Müttern?

Wer von uns Müttern kennt das nicht: Fast alle Unterhaltungen, egal ob online oder aber in einer Krabbelgruppe oder auf dem Spielplatz laufen auf eine Konkurrenzsituation hinaus. Wer hatte die schwerste Geburt? Wer hat am längsten gestillt? Wessen Baby konnte als erstes sitzen?

Warum ist das so? Und warum scheint es unseren Müttern nicht so gegangen zu sein?

Mayim Bialik hat eine einleuchtende Theorie, die die Konkurrenz zwischen Müttern ziemlich gut erklärt:

Hausgeburt pro und contra

Das Thema Hausgeburt ist ein sehr emotionales, ähnlich dem Impfen. Ganz im Gegensatz zum Impfen (Pro) habe ich da ehrlich gesagt keine ganz eindeutige Meinung zu. Der von mir sehr geschätzte kinderdok hat sich zum Thema geäußert und sein Contra erscheint mir einleuchtend. Allerdings muss ich sagen, dass ich nach drei Krankenhausgeburten Frauen verstehen kann, die sich für eine Hausgeburt entscheiden, Alleingeburten kann ich allerdings nicht verstehen.

Ich persönlich würde immer eine ambulante Geburt mit Beleghebamme (falls möglich) bevorzugen und muss auch sagen, dass dies meine schönste (die 2.) Geburt war. Bei der ersten Geburt war eine OP unmittelbar im Anschluss notwendig, weil sich die Plazenta nicht komplett gelöst hatte und die 3. Geburt war durch Schwangerschaftsdiabetis (angeblich) nicht als ambulante Entbindung notwendig und wurde zudem eingeleitet, was ich als sehr traumatisch erlebt habe.

Christbaumkugeln

Vorweihnachtszeit vervielfacht den Mütter-Stress

Na, wem von Euch kommt das nicht bekannt vor?

Und ich ergänze die Liste noch:

  • Beteiligung am Buffet der Weihnachtsfeiern im KiGa und Schule (gerne auch an mehreren)
  • Organisation der Teilnahme der Kinder am Krippenspiel (Hin- und Rückfahrt zu den Proben, Kostüme nähen oder organisieren)
  • Texte, Gedichte abhören, die für Feiern und/oder Krippenspiel einstudiert werden müssen.

Und rund ums Jahr

  • Geschenke besorgen für die Geburtstage, auf denen die Kinder eingeladen sind

Fällt euch noch etwas ein?

Fernseher: By Berthold Werner (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

6 Mütter

Und habt ihr auch schon von der neuen Sendung auf VOX gehört? 6 Mütter

In der Sendung sollen die die Mutter-Kind-Beziehungen von sechs prominenten Müttern beleuchtet/dokumentiert und wohl auch analysiert werden. Die Mütter, die sich und ihre Kinder (!) hierfür ins Rampenlicht stellen sind Ute Lemper, Dana Schweiger, Anni Friesinger-Postma, Christina Obergföll, Nina Bott und Wilma Elles.

Ich persönlich werde diese Sendung sicherlich nicht schauen, denn ich befürchte, dass sie ähnlich voyeuristisch daher kommt wie ähnliche Formate im Fernsehen.

Ich befürchte vor allen Dingen, dass die Kinder hier (mehr oder weniger) ungefragt ins Rampenlicht gezerrt werden, von Müttern, die ihre besten Zeiten wohl schon hinter sich haben. Ok, das war jetzt böse formuliert. Aber ich frage mich bei Prominenten immer, ob die Kinder wirklich auch in der Öffentlichkeit stehen müssen. Und die Ausrede, die Reporter/die Öffentlichkeit wollten das so, lasse ich schlicht nicht gelten. Es gib genug Prominente mit Kindern, die man nie in Zeitungen/Zeitschriften oder aber im Fernehen sieht — und das ist auch gut so.

Wie haltet ihr es mit solchen Sendungen?

Arzt

Pro Impfen

Weil es mir so wichtig ist, möchte ich noch einmal auf einen Beitrag vom kinderdok hinweisen, in dem es ums Impfen geht: Was tut Ihr Euren Kindern an?

Im Zusammenhang mit Kindern, die nicht geimpft werden können, schreibt er

Genau hier beginnt das Recht des Nächsten auf Schutz der Gesundheit durch andere, der Gesellschaft, des Staates, und es endet das Argument, „eine Impfentscheidung ist immer noch eine persönliche Enscheidung der Eltern für ihr Kind.“

Und genau das finde ich einen sehr wichtigen Satz, der ja auch oft mit dem sogenannten Herdenschutz beschrieben wird.

Sehr schön ist das hier beschrieben: