Geschlechtsspezifisches Spielzeug: gibt es das?

ltbtlogo-160Gibt es geschlechtsspezfisches Spielzeug? Ich denke Jein.

Zum einen haben Kinder unterschiedliche Interessen und die decken sich nicht unbedingt mit dem, was als „typisch Junge“ oder „typisch Mädchen“ klassifiziert wird. Es gibt also, m. M. nach durchaus Jungen, die mit Puppen spielen und Mädchen, die sich für Autos interessieren, aber es gibt eben auch die Jungs, die kein Interesse oder wenig Interesse an Puppen haben. Rollenspiele kann man schließlich auch anders ausleben, mit Verkleiden u. ä.

Jeder soll frei spielen

Beide Jungs sollten allerdings nicht vorgeschrieben bekommen womit sie spielen wollen. Der Junge, der sich nicht für Puppen interessiert sollte nicht „zwangsweise“ damit spielen müssen und der Junge, der gerne mit Puppen spielt, sollte nicht gesagt bekommen, dass sich das nicht „gehören“ würde.

Gleiches gilt selbstverständlich auch für Mädchen.

Nun ist es aber so, dass viele Spielzeughersteller und/oder -verkäufer ihre Produkte in die Kategorien „für Mädchen“ und „für Jungs“ einteilen. Und das bringt Kinder dann schon dazu ein Spielzeug nicht haben zu wollen, weil es für das vermeintlich „falsche Geschlecht“ ist.

Rosa bedeutet „Hände weg“

Ein besonders gutes Beispiel sind dafür die Spielzeuge in den Überraschungseiern, über deren Sinnhaftigkeit man sich natürlich generell streiten kann, aber das soll hier nicht das Thema sein.

Seit dem es „Mädchen-Überraschungseier“ gibt (in meinen Augen eine reine Marketing-Kampagne um höhere Umsätze zu erzielen) wollen meine Jungs nicht mit dem Spielzeug aus den Mädchen-Eiern spielen und damit meine ich nicht die kleinen Püppchen und Feen-Figuren, sondern auch das „normale“ Spielzeug — die Mädchen-Schokolade schmeckt allerdings 😉

Obwohl ich versucht habe meinen Jungs zu erklären, dass das Spielzeug für alle da ist, war ihr Interesse daran sehr schnell vorbei. Ich sehe die Ursache hierfür in Stereotypen, die sie aus dem Kindergarten, ihrem Umfeld, dem Fernsehen, aus Büchern usw. mitbekommen, vor allen Dingen aus dem Stereotyp rosa/blau. Und da diese Eier eine rosa Spitze haben, ist die Sache für meine Jungs klar 🙁

Das gleiche gilt nämlich auch für Produkte in Spielzeugkatalogen. Diese sind oft unterteilt in vermeintliches Jungs- und Mädchen-Spielzeug und schon die Farbgebung der Seiten lässt meine Jungs erkennen, wer die Zielgruppe ist.

Das gleiche gilt natürlich auch in Spielzeuggeschäften.

Spielzeug ist Spielzeug für alle

Um so mehr begrüße ich die Aktion Let Toys Be Toys, eine britische Eltern-Initiative, die sich dafür einsetzt, das Verkäufer das Spielzeug nicht mehr als „für Jungs“ oder „für Mädchen“ deklarieren, sondern dass es nur noch ein Sortieren nach Funktion gibt.

Erste Erfolge gibt es bereits, mehrere Spielzeuggeschäfte haben ihr Sortiment neu sortiert, darunter auch Größen wie Toys “R” Us.

Baby mit Spielzeug

ARTE-Themenabend: Gift im Spielzeug

Baby mit Spielzeug

Baby mit Spielzeug (Bild: PublicDomainPictures, Pixabay)

Am Dienstag, den 18. Dezember beschäftigt sich der ARTE-Themenabend mit Gift im Spielzeug

Ein hoch spannendes Thema, das gerade vor Weihnachten sicherlich für den ein oder anderen interessant ist.

Um 20:15 Uhr wird eine Dokumentation gezeigt, die sich mit den giftigen Stoffen und deren Nachweis in Spielzeug auseinandersetzt:

„Welche Gefahren gehen von belastetem Spielzeug aus? Wieso werden Stoffe, die im Verdacht stehen Krebs zu verursachen, nicht verboten oder deren Grenzwerte erheblich herabgesetzt? Weshalb greift die Politik nicht härter durch? Wie wird das Spielzeug kontrolliert? Und mit welchen Problemen kämpfen Hersteller und Behörden? Der ARTE-Themenabend blickt hinter die Kulissen der Spielzeugproduktion und fragt nach bei Wissenschaftlern, Herstellern, Politikern – und Eltern.“

Um 21:10 Uhr geht es darum die „Spielverderber“ zu erkennen:

„Was können Eltern beim Kauf von Spielzeug beachten? Dieser Frage, die sich besonders in der Vorweihnachtszeit stellt, geht die Dokumentation nach. Außerdem klären die Filmemacher, was hinter den verschiedenen Gütesiegeln steckt, die auf fast jedem Spielzeug kleben. Und sie geben praktische Tipps für Eltern, die auf der Suche nach chemisch unbelastetem Spielzeug sind.“

Und um 21:35 Uhr folgt eine Diskussion zum Thema.

Polizeitransporter

Mini-Mittwoch-Meinung

Mini-Mittwoch-Meinung

Zum ersten Mal pünktlich ;- )

Geantwortet und selbst getippt hat mein Ältester (4 J.):

  1. Welche Farbe hat die Wand in deinem Zimmer? WWEISS
  2. Magst du lieber Schokolade oder Vanille? SCHOKKKKKKOLADEVANILLE ZUSAMMEN
  3. Warum muss man seine Zähne putzen? WEIL MAN ZAHNSCHMERZEN BEKOMMT
  4. Was hat Mama lustiges gemacht? EIN INTERVIEW
  5. Hast du schon mal mitkochen dürfe? (Was denn?) JA. REIS
  6. Welches Spielzeug hast du zuletzt geschenkt bekommen? EIN POLIZEIAUTO
  7. Wer darf die Gute Nacht Geschichte bei euch aussuchen? ICH UND M. (sein kleiner Bruder)
Polizeitransporter

LEGO duplo Polizeitransporter

Wie viel Spielzeug braucht ein Kind?

Heute bin ich durch Maja wieder auf eine Website aufmerksam geworden, die ich vor einiger Zeit schon einmal gesehen hatte. Leider muss ich es damals versäumt haben darüber zu berichten, aber um so ein tolles Projekt vorzustellen ist es natürlich nie zu spät:

meine Spielzeugkiste

Das Konzept der Spielzeugkiste besteht darin, dass man für sein Kind eine Spielzeugkiste (es gibt drei verschiedene Größen) zusammenstellt und diese dann nach Hause geschickt bekommt. Das Spielzeug kann man dann zwei Monate behalten und bespielen.

So wird der Spielzeugberg bezwungen, der sich in manchen Kinderzimmern befindet, gleichzeitig sorgt man für Abwechslung und falls man ein Spielzeug doch dauerhaft behalten möchte ist dies gegen Bezahlung natürlich auch möglich.

Hier im Video wird alles nochmal erläutert:

Und bei Maja findet ihr sogar ein kleines Interview, das sie mit dem Gründer Florian Spathelf geführt hat.