Fernseher: By Berthold Werner (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

6 Mütter

Und habt ihr auch schon von der neuen Sendung auf VOX gehört? 6 Mütter

In der Sendung sollen die die Mutter-Kind-Beziehungen von sechs prominenten Müttern beleuchtet/dokumentiert und wohl auch analysiert werden. Die Mütter, die sich und ihre Kinder (!) hierfür ins Rampenlicht stellen sind Ute Lemper, Dana Schweiger, Anni Friesinger-Postma, Christina Obergföll, Nina Bott und Wilma Elles.

Ich persönlich werde diese Sendung sicherlich nicht schauen, denn ich befürchte, dass sie ähnlich voyeuristisch daher kommt wie ähnliche Formate im Fernsehen.

Ich befürchte vor allen Dingen, dass die Kinder hier (mehr oder weniger) ungefragt ins Rampenlicht gezerrt werden, von Müttern, die ihre besten Zeiten wohl schon hinter sich haben. Ok, das war jetzt böse formuliert. Aber ich frage mich bei Prominenten immer, ob die Kinder wirklich auch in der Öffentlichkeit stehen müssen. Und die Ausrede, die Reporter/die Öffentlichkeit wollten das so, lasse ich schlicht nicht gelten. Es gib genug Prominente mit Kindern, die man nie in Zeitungen/Zeitschriften oder aber im Fernehen sieht — und das ist auch gut so.

Wie haltet ihr es mit solchen Sendungen?

Alleinerziehende Mütter und Väter

Christina aka Mama arbeitet hat in ihrem Blog mal wieder eine interssante und kontroverse Diskussion angestoßen:

Alleinerziehend: Aber die Väter sind doch auch arm dran?

Sie erläutert darin warum sie sich so engagiert für alleinerziehende Mütter einsetzt, aber nicht für alleinerziehende Väter.

Aber ich sehe es nicht als meine Aufgabe, für die Rechte alleinerziehender Väter zu kämpfen. Die kommen größtenteils schon klar.

Das diese Haltung natürlich Wiederstand hervorruft ist klar und lässt sich natürlich leicht in den Kommentaren zu ihrem Blogbeitrag, aber auch auf ihren anderen soziale Kanälen (Twitter, Facebook) verfolgen.

Ich möchte an dieser Stelle auch nicht noch einmal mit der Diskussion anfangen wer mehr benachteiligt ist und warum und wieso. Denn ich persönlich halte die Diskussionen, bei denen Männer gegen Frauen ausgespielt werden — egal um welches Theme es geht — für irreführend. Sie lenken vom eigentlichen Problem, das wir haben ab.

Denn all diese Diskussionen haben meist eines gemeinsam, es geht darum, dass eine Bevölkerungsgruppe marginalisiert, finanziell benachteiligt, von Armut bedroht etc. ist… und fällt euch etwas auf? Richtig, es geht nämlich nicht um Mann vs. Frau es geht ums Geld. Und so lange sich alleinerziehende Mütter mit alleinerziehenden Männern darüber streiten wem es schlechter geht und wer mehr Unterstützung benötigt, so lange lachen sich „die da oben“ kaputt über „uns“. Wir sind nämlich damit beschäftigt und gegenseitig klein zu halten und merken gar nicht, dass die wahre Ursache des Übels in der grundsätzlichen Verteilung des Geldes in unserer Gesellschaft liegt. Wenn es grundsätzlich für alleinerziehende Menschen gerechter (finanziell, aber auch hinsichtlich des Ansehens in der Gesllschaft) zugehen würde, hätte sich die Diskussion darüber erübrigt wem es denn jetzt schlechter geht.

Ein wenig erinnert das ganze nämlich an die Aufteilung in Haus- und Feldsklaven, indem sich die zwei Gruppen gegenseitig nicht trauen, haben es die Herren um so leichter!

mann-frau-hochzeit

Nur gemeinsam kann man etwas erreichen!

Hugo Oehmichen: Im Kindergarten

Sexualität von Kindern

Sex und Kinder ist ein heikles Thema, das aber nichts desto trotz wichtig ist und nicht versteckt gehört. Sexualität ist ein Teil der Menschen und somit gehört sie auch zu Kindern. In Ihrem Zeit-Artikel Hinter dem Sternchenvorhang hat Katrin Zeug beschrieben wie Kindergärten mit dem Thema umgehen und weist gleichzeitig auf die Wichtigkeit des Themas hin. Es sollte nämlich genau so selbstverständlich behandelt werden wie Zähne putzen o. ä.

Meine Leseempfehlung dazu ist übrigens: Mutter sag, wer macht die Kinder von Janosch.

Müssen Kinder sich an alle „Regeln“ halten?

Gerade bin ich über diesen Tweet gestolpert:

Und habe bei mir gedacht: Nein! Es gibt doch keine Einladungspflicht bei Kindergeburtstagen. In einer Antwort auf den Tweet wurde sogar folgendes geantwortet:

Und ich dachte: Warum dürfen Kinder in dieser Entscheidung nicht einfach ihrem Gefühl folgen? Warum müssen wir sie mit unseren fragwürdigen „Etikette“ belasten. Versteht mich nicht falsch gesellschaftliche Etikette, Benimmregeln sind notendig und sinnvoll um das Zusammenleben in Gruppen zu regeln, aber es gibt eben auch Regeln, die man sich als Erwachsener vielleicht auferlegt hat, die aber doch für Kinder nicht gelten sollten.

Nur weil das eigene Kind bei Kind xyz zum Geburtstag eingeladen war, muss das doch nicht in einer Gegeneinladung münden. Vielleicht ist Kind xyz auch blöd und das Kind selber hat die Einladung auch nur angenommen, „weil sich das so gehört“?

Aber wohin führt das? Unsere Kinder sind umgeben von Menschen, die sie nicht wirklich mögen?

Für mich persönlich zählt das Wort meines Kindes. In die Liste der Geburtstagsgäste greife ich nur ein, wenn eine bestimmte Anzahl an Kindern überschritten wird. Und bis jetzt habe ich da auch noch keine negativen Erfahrungen gemacht.

Wie handhabt ihr das? Gibt es Muss-Kinder auf den Gästelisten eurer Kinder? Und was spricht dafür, dass sich Kinder so einem gesellschaftlichen Diktat unterwerfen?

Kita-Essen

Benehmen beim Essen

Vor einigen Jahren hätte ich es ja nicht geglaubt, aber seitdem ich Kinder habe höre ich mich manchmal wirklich wie meine Mutter an. Besonders oft fällt mir das beim Essen auf:

„Setz dich bitte gerade hin.“

„Iss mit dem Besteck.“

„Leg die Hand auf den Tisch.“

„Zieh die Mütze beim Essen aus.“

„Kein Spielzeug während des Essens auf dem Tisch!“ in einigen Jahren wahrscheinlich ergänzt durch „Kein Handy während des Essens.“

Geht es euch da auch so?

Wie ich jetzt darauf komme? Bei ringelmiez habe ich dieses herrliche Video gefunden:

Und ja, einige dieser Verhaltensweisen kenne ich auch von meinen Kindern 😉